Niki de Saint Phalle in der Schirn Kunsthalle

9. Mai 2023 | Informatives, Kunst, Nana-Therapie

Heute habe ich die Ausstellung von Niki de Saint Phalle in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt besucht. Als Nanafrau war das für mich ein absolutes MUSS. Ich hatte ja schon mehrere ihrer Werke live gesehen, in Hannover im Sprengel Museum, in den Herrenhäuser Gärten, am Leineufer, in Brühl im Max Ernst Museum und in Köln im Museum Ludwig.

      

Die Ausstellung in der Schirn ist ein schöner Querschnitt ihrer Arbeiten mit frühen Schießbildern, Malereien, ein paar ihrer weltberühmten und wunderschönen Nanas, Reliefs, Zeichnungen, Postern und Modellen ihrer großen, teils begehbaren Nanas und Skulpturen. Auch Modelle aus ihrem Tarot Garten in der Toskana waren dabei.

 

       

 

Inhaltlich beschäftigt sie sich viel mit ihrer Rolle als Frau und der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Sie war eine sehr unabhängige Frau, die sich nicht in die ihr vorgegebene Rolle als Frau und Mutter fügen wollte. Obwohl sie zweifache Mutter war, verließ sie Ihren Mann und die Kinder und widmete sich ganz ihrer Kunst.

 

       

 

In einigen ihrer Werke kann man ihre Wut auf Männer im Allgemeinen und auf ihren Vater im Besonderen sehen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie sie den Missbrauch, den sie als Kind durch ihren Vater erfahren hat, in ihren Werken thematisiert. Auch ihre Mutter wurde nicht immer nur positiv dargestellt.

Niki ist für mich nicht nur eine herausragende Künstlerin, sondern auch eine Frau, die sich selbst mit Kunst geheilt hat. Ein großes Vorbild für die heilende Kraft von Kunst. Und eine Vorreiterin für die Kunsttherapie wie ich finde.

             

 

Die Schirn Kunsthalle befindet sich in der Altstadt von Frankfurt in der Nähe vom Dom. Vor dem Eingang der Schirn sind mehrere lebensgroße Modelle von Monstern von Niki zu sehen. Man betritt die Schirn durch eine dieser Figuren. Sie sind aus Pappe und Holz hergestellt. Die Ausstellung selber befindet sich in einem langgezogenen Raum im 2. Stock des Museums. Interessant ist, dass die Farbigkeit der Wände in einem Farbverlauf von pink nach dunkelblau gestrichen ist. So kommen die Werke von Niki de Saint Phalle immer optimal zur Geltung.

 

                

 

Als wir da waren war es leider sehr voll und ich hatte Mühe ein paar gute Fotos zu machen. Trotzdem hat mich die Vielfalt ihrer Werke sehr beeindruckt. Und im Gegensatz zur Ausstellung im Max Ernst Museum 2012, wo nur ihre frühen Werke – vor allem die Schießbilder – zu sehen waren, hat es mich natürlich sehr gefreut, einige ihrer fröhlichen, bunten Nanas zu sehen.

 

 

Ich hatte keine Führung gebucht und auch keinen Audioguide. Für mich ist es viel wichtiger mit all meinen Sinnen die Kunstwerke zu erspüren und zu fühlen, was die Künstlerin sich dabei gedacht hat.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21.5.23 in Frankfurt zu sehen. Hingehen lohnt sich!

https://www.schirn.de

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